Ein farbenfroher Smoothie, ein perfekt geschichteter Iced Coffee oder ein Bubble Tea mit verschiedenen Toppings: Bei solchen Getränken entscheidet das Auge mit. Der Becher hält also nicht nur das Getränk – er ist auch ein wichtiger Teil der Präsentation.
Doch zwei Becher, die fast gleich aussehen, können sich im Gebrauch ganz unterschiedlich verhalten. Manche überzeugen durch besondere Transparenz, andere enthalten recycelten Kunststoff und wieder andere sind besser für höhere Temperaturen geeignet. Genau hier kommen PET, rPET und PP ins Spiel.

PET: Wenn dein Produkt sichtbar sein soll
PET steht für Polyethylenterephthalat. Das Material ist stabil, glänzend und besonders transparent. Deshalb eignet es sich sehr gut für Smoothies, Säfte, Iced Coffee, Bubble Tea, Desserts oder geschnittenes Obst.
Farben, Schichten und Toppings bleiben deutlich sichtbar. Gerade bei Produkten, die von ihrer Optik leben, ist das ein wichtiger Vorteil.
Herkömmliches PET ist jedoch hauptsächlich für kalte Lebensmittel und Getränke vorgesehen. Für heiße Inhalte solltest du immer die Temperaturangaben und Hinweise des Herstellers prüfen.
PET ist technisch recycelbar. Ob ein Becher tatsächlich recycelt wird, hängt allerdings auch von seinem Aufbau, dem verwendeten Deckel, möglichen Etiketten, Produktresten sowie den örtlichen Sammel- und Sortiersystemen ab.
rPET: Die gleiche Materialfamilie mit Recyclinganteil
rPET ist kein vollkommen anderer Kunststoff. Es handelt sich um PET, das ganz oder teilweise aus recyceltem Material hergestellt wird.
Das Material bietet in der Regel eine ähnliche Transparenz, Stabilität und Optik wie herkömmliches PET. Gleichzeitig kann der Einsatz von rPET dazu beitragen, den Bedarf an neu produzierten Kunststoff zu reduzieren.
Der Recyclinganteil ist jedoch nicht bei jedem Becher gleich. Die Bezeichnung rPET bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein Produkt zu 100 Prozent aus recyceltem Material besteht. Den genauen Anteil findest du in den technischen Daten oder in den Angaben des Lieferanten.
Wird rPET für Lebensmittel oder Getränke verwendet, muss es außerdem die europäischen Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien erfüllen. Recyclingkunststoff darf für diesen Zweck nicht aus beliebigen Quellen oder Verfahren stammen.
PP: Wenn eine höhere Wärmebeständigkeit gefragt ist
PP steht für Polypropylen. Im Vergleich zu herkömmlichen PET ist das Material meist flexibler und widerstandsfähiger gegenüber höheren Temperaturen.
Dadurch kann PP für bestimmte warme Getränke, Suppen oder andere Produkte mit höheren thermischen Anforderungen geeignet sein. Dafür erreicht es normalerweise nicht die gleiche glasklare Optik wie PET.
Es gibt sehr transparente PP-Becher, sie wirken im direkten Vergleich jedoch häufig weniger kristallklar als PET-Becher.
Die Materialbezeichnung PP bedeutet außerdem nicht automatisch, dass jeder Becher für sehr heiße Flüssigkeiten oder Mikrowellen geeignet ist. Entscheidend sind immer die konkreten Herstellerangaben zum vorgesehenen Einsatz, zur Temperatur und zur Kontaktdauer.
Welches Material passt zu deinem Produkt?
Als erste Orientierung gilt:
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PET für kalte Getränke und eine besonders klare Produktpräsentation.
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rPET für eine ähnliche Optik mit einem Anteil an recyceltem Material.
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PP, wenn Wärmebeständigkeit und Flexibilität wichtiger sind als maximale Transparenz.
Die Buchstaben auf dem Becher erzählen allerdings nicht die ganze Geschichte. Auch der Deckel, die Temperatur des Inhalts und die vorgesehene Nutzungsdauer müssen zum Becher passen.
Außerdem solltest du dir vom Lieferanten eine gültige Konformitätserklärung für den Lebensmittelkontakt geben lassen. Sie zeigt unter anderem, für welche Lebensmittel, Temperaturen und Einsatzbedingungen der konkrete Becher vorgesehen ist.
Die beste Wahl ist daher nicht das Material, das am modernsten klingt. Entscheidend ist, welcher Becher dein Produkt sicher schützt, praktisch funktioniert und so präsentiert, wie du es deinen Gästen anbieten möchtest.
Möchtest du mehr über die gesetzlichen Anforderungen erfahren?
Die Europäische Kommission stellt ausführliche Informationen zu Verpackungen, Recyclingfähigkeit, Recyclinganteilen und Verpackungsabfällen bereit.
Hier findest du die offiziellen Informationen:
Europäische Kommission: Verpackungen und Verpackungsabfälle

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Du bist dir nicht sicher, ob PET, rPET oder PP die richtige Wahl für dein Produkt ist? Die Entscheidung hängt unter anderem von der Temperatur, der gewünschten Transparenz, dem geplanten Einsatz und den Anforderungen an den Lebensmittelkontakt ab.
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