Die Ozeane decken die meiste Fläche unseres Heimatplaneten, der Erde, ab. Unser blauer Planet scheint zu Lande sehr gut erkundet zu sein, jedoch verbirgt sich unterhalb des Meeresspiegels eine zum Großteil noch unerforschte, mystische Welt, die einen Lebensraum für unzählige Lebewesen bietet.

Dieses Ökosystem ist jedoch gefährdeter denn je, denn durch den C02 Ausstoß wird das Wasser wärmer und saurer. Zusätzlich landen jeden Tag etwa 8 Millionen Plastikteile in unseren Weltmeeren.

Wie diese und weitere Faktoren der Umweltverschmutzung sich auf unsere Ozeane auswirken, thematisieren wir in unserem heutigen Blogbeitrag.

Unsere Ozeane

Unsere Weltmeere sind auf der einen Seite Opfer der Erderwärmung, aber gleichzeitig auch unsere größte Hoffnung. Warum?

Sie speichern Wärme, steuern das Wetter und sind die wichtigste Kohlenstoffsenke (speichern 50 Mal mehr Treibhausgase als die Atmosphäre) unseres Planeten. Aus diesen Gründen ist ihr Schutz gewissermaßen entscheidend für unser zukünftiges Leben auf der Erde.

Die Umweltverschmutzung und die Auswirkungen

C02 Auswirkung auf den Ozean

Die Auswirkungen der Klimakrise dürften keinem mehr ein Geheimnis sein, die Folgen sind auch schon lange in den Meeren sichtbar. Mit der ständig steigenden Temperatur schmelzen nicht nur die Gletscher, was den Anstieg des Meeresspiegels mit sich trägt, auch der Lebensraum vieler Arten wird zerstört. Viele Lebewesen unter Wasser sind gar nicht in der Lage, sich den ändernden Temperaturen so schnell anzupassen. 

Hier ein paar Fakten vom IPCC-Report 2019 (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen): 

Plastikmüll im Ozean

Wie vorhin schon erwähnt, landen täglich Unmengen an Plastikmüll durch Umweltverschmutzung in unseren Meeren. Man muss kein Professor sein, um zu verstehen, dass wir so unsere Ozeane zerstören.

Doch was genau geschieht, sobald der Müll im Ozean landet?

Etwa 75 Prozent des gesamten Meeresmülls besteht aus Kunststoffen. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe. Das betrifft aber nur die Meeresoberfläche. Der Großteil des Abfalls sinkt an den Meeresgrund. Was wir sehen, ist praktisch nur die bekannte “spitze des Eisbergs”. Das schlimme hierbei ist, dass Plastik sich nicht abbaut, sondern bestehen bleibt. Im schlimmsten Fall baut es sich erst nach mehreren Hundert Jahren ab. 

Über 100.000 Meereslebewesen und über 1.000.000 Millionen Meeresvögel im Jahr sterben infolge der Auswirkungen der Umweltverschmutzung. Die Tiere verfangen sich häufig in Fischernetzen und ertrinken auf diesem Wege oder erleiden schwerwiegende Verletzungen. Ebenso gelangt das Plastik in ihre Mägen und verstopft so ihren Verdauungstrakt. Die Tiere verhungern also, mit vollem Magen…

Auch ist es möglich, dass dieses Plastik aus dem Ozean wieder auf unserem Esstisch landet, nämlich in Form von Fisch. Wie schon erwähnt, Plastik verschwindet nicht einfach so.

Auch sogenannte Müllstrudel entstehen durch unsere Abfälle, sprich durch unsere Umweltverschmutzung. So sammeln sich gigantische Müllteppiche an. Der größte unter ihnen erstreckt sich auf eine Fläche von rund 1,6 Millionen Quadratkilometern. Das entspricht in etwa der Fläche von Mitteleuropa. 

Bei den Zersetzungsprozessen werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt, die sich in der Nahrungskette anreichern und nachhaltig das Erbgut und den Hormonhaushalt mariner Lebewesen beeinflussen können. Auch sind in der Langzeitfolge schädliche Auswirkungen auf den Menschen nicht auszuschließen. 

In Europa werden Jahr für Jahr Millionen Tonnen Plastik ganz selbstverständlich nach einmaligem Gebrauch weggeworfen. Plastiktüten, Plastikflaschen und auch Zigarettenkippen gehören zu den häufigsten Fundstücken am Strand. Der meiste Abfall kommt dabei vom Land, achtlos weggeworfen und über Flüsse und den Wind ins Meer getragen.

Jeder von uns kann mit einem aufrichtigen Konsum- und Entsorgungsverhalten seinen Beitrag dazu leisten, unsere Weltmeere zu schützen. Der Meeresschutz fängt nämlich nicht irgendwo an der Küste Australiens an, sondern in unseren Haushalten!

Werde also Teil der Lösung, anstatt Teil des Problems zu bleiben!

Schreibe einen Kommentar